Weihnachtsbrief von Wolfgang Lochner

Dies alles ist Beweis dafür, das wir dank eines Erneuerungsprozesses unser liberales Profil sowie unsere Glaubwürdigkeit und das Vertrauen bei unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern wiedergewonnen haben. Besonders deutlich wird das auch an der ganz außergewöhnlich hohen Zahl von über 60 neuen Mitgliedern in diesem Jahr, die ich besonders herzlich begrüße mit dem Angebot, bei uns Freidemokraten im kommenden Jahr aktiv mitzuwirken.
Diese neu gewonnene Glaubwürdigkeit dürfen wir nie wieder verspielen – und deshalb war es auch die einzig richtige Entscheidung, dass unsere FDP am 19.11.17 die Sondierungsver-handlungen zur Bildung einer neuen Regierung mit CDU/CSU und GRÜNEN beendet hat, nachdem die gesamte FDP-Verhandlungsdelegation einstimmig zu dem Ergebnis gekommen war, dass eine zielführende und dauerhafte Koalition mit CDU/CSU und GRÜNEN aus sachlichen und programmatischen Gründen nicht möglich war – denn verantwortliches und glaubwürdiges Handeln war und bleibt für uns Freidemokraten das oberste Gebot. Die Bürgerinnen und Bürger müssen darauf vertrauen können, dass wir nach einer Wahl zu unseren politischen Kernaussagen stehen, die wir vor der Wahl proklamiert haben. Wenn das mit anderen Parteien nicht zu verwirklichen ist, geht man folgerichtig in die Opposition – und in unserer Demokratie ist eine glaubwürdige Opposition gleichermaßen wichtig wie die Beteiligung an einer Regierung. Es liegt jetzt vor allem in der Verantwortung der Bundeskanzlerin und der CDU/CSU, eine Regierung zustande zu bringen und Neuwahlen zu vermeiden. Wir Freidemokraten haben verantwortungsvoll gehandelt und werden dies im Hinblick auf die weiteren Entwicklungen auch weiterhin tun.

In meinem Schreiben zum Ende des Jahres 2016 habe ich die Sorge geäußert, dass auch in unserem Europa rechte Demagogen – völkische Nationalisten und Rassisten – auf dem Vormarsch seien, die mit ebenso falschen wie schlichten „Argumenten“ die Menschen beeinflussen mit dem Ziel einer intoleranten und unfreien Gesellschaft, die nicht mehr die unsere wäre, denn wir stehen für Weltoffenheit, für Toleranz, für Freiheit und für ein starkes Europa. Wir müssen zwar weiterhin wachsam sein, aber sowohl in unserem Land als auch bei unseren Nachbarn in den Niederlanden und in Frankreich wurde dieser Vormarsch gestoppt.
Unsere Demokratie hat sich als wehrhaft im Sinne unseres Grundgesetzes erwiesen, und das zeigt sich auch daran, dass jetzt immer mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger Mitglieder bei den demokratischen Parteien werden in dem Bewusstsein, dass die Parteien für eine funktionierende Demokratie im Sinne des Artikels 21 unseres Grundgesetzes unverzichtbar sind.
Wir stehen aber weiterhin vor großen Herausforderungen angesichts der zahlreichen Konflikte und Umbrüche in unserer globalisierten Welt, die mehr und mehr auch uns direkt betreffen.
Schon deshalb ist ein starkes, in gemeinsamer Verantwortung handelndes Europa noch wichtiger als je zuvor. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die USA, solange dieser vormals so wichtige Verbündete weiter von einem völlig unfähigen, ignoranten und irrationalen Präsidenten geführt wird, der den Weltfrieden bedroht.

Auch wenn die oben beschriebenen Herausforderungen bleiben, so können wir Freidemokraten in unserem Kreisverband, der sich immer durch seine vorbildliche Gemeinschaft ausgezeichnet hat, auch angesichts unserer Erfolge im ausgehenden Jahr mit Zuversicht in die Zukunft schauen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir / Ihnen ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2018!

Dein / Ihr
Wolfgang Lochner
- Vorsitzender -


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„Eure Zeit ist begrenzt, also verschwendet sie nicht, indem ihr das Leben von jemand anderem lebt. Lasst den Lärm anderer Meinungen nicht eure innere Stimme übertönen. Und am Wichtigsten, habt den Mut, eurem Herzen und eurer Intuition zu folgen." Steve Jobs (1955 - 2011)Apple-Mitbegründer